BROCKDORFF KLANG LABOR
 

BROCKDORFF KLANG LABOR

 

   




BROCKDORFF KLANG LABOR
Mädchenmusik


VÖ: 07.09.2007
CD ZickZack ZZ 2019


Booking:
AMADIS
Schloßstraße 10
14467 Potsdam  -  Germany
Tel.: +49-(0)331-7482911
E-mail: fabian@amadis.net

Vertrieb:
CD: Indigo (D), Hoanzl (A), RecRec (CH)
LP: Flight 13

Verlag:
Ed. Aus Lauter Liebe / AMV Talpa

Mehr Infos & Pressefotos:
www.brockdorff.com

 


 


   
   
 
 

BROCKDORFF KLANG LABOR
Mädchenmusik

Musik aus dem Labor? Was soll einem denn da schwanen? Bebrillte Weißkittel-Träger vor blinkenden Konsolen eines Leipziger Nachbaus des Kraftwerk’schen Kling Klang Studios? Jeder einzelne Ton von aufgerüsteten Pocket Calculators in kabelsalatigen Versuchsanordnungen ermittelt? Errechneter Pop? Schallplatten mit Bedienungsanleitung?

Alles Quatsch! Entwarnung! Das in Leipzig beheimatete Trio Brockdorff Klang Labor lebt, leidet, feiert und variiert Pop per Liebreiz, Schweißfluss und, vor allem, mit Haut und Haar. Die zwölf Lieder auf „Mädchenmusik“ atmen Blümchenwiesen-Odeur und urbanes Aroma zu gleichen Teilen. Und dabei stimmt die Körpertemperatur jederzeit. Bei all dem hier auch aufgebotenen Elektronik-Fuhrpark dürfen Nadja von BROCKDORFF, Sergej KLANG und Ekki LABOR dank ihres herzerwärmenden Songwritings als Antithese zum kühl manövrierenden Studio-Cyborg bezeichnet werden. Denen wird höchstens ein Frühstück bereitet.

In den Brockdorff Klang Labor-Stücken schwingt tatsächlich ein gesamtes Wunderpop-Nachschlagewerk mit, welches u.a. auch griffigst innerhalb der beiden hier eingebrachten Interludes buchstabiert wird. An erster Stelle steht da ihr unkaputtbarer Urban-Electropop, von dem Paula oder Klee oftmals nur träumen dürften. Hier zappeln die Energien aus den Hüft-schwingenden Tagen der Manchesteraner Rave-O-Lution, als Bands wie die Happy Mondays oder Primal Scream dem Guitar-Twang die Beats beibrachten. An anderer Stelle dürfen die Wehen Kingstoner Dancehalls schüchtern aufblitzen. Oder Alan McGee’s Class of 86 à la Creation Records enthüllt einmal mehr seine einstige songwriterische Brillianz. Über all dem schwebt die Liebe der Ersteller zum kontemporären Pop ohne jegliche „Indie“/“Mainstream“-Schwellenangst-Eskapaden. Hier wollen einzig und allein über Jahre getätigte Musikvorlieben aufgenommen, modernisiert und zu einem Band-eigenen Habitus verschweißt werden. Genau diesen Plan haben Brockdorff Klang Labor mit „Mädchenmusik“ übererfüllt.

Ihre kleine Pop-Hymne „Frohe Schritte“ sonnt sich selbstbewusst in heimatstädtischen Reizen, ohne besagten Städtenamen zu nennen, und liefert somit die Samt-Variante zu Ellen Alliens kühler, technoider Berlin-Liebeserklärung. Beim Brockdorff Klang Labor geht es mitnichten um Coolness-Selektion, sondern vielmehr um pulsierende und echte Emotionen, so abgedroschen das jetzt auch klingen mag. Da transformiert der zur Mittagsglocke immer noch genutzte Dancefloor zum Wohnbereich, da gelten innerstädtische Plätze als wohlfeile Erinnerungsdateien und da darf für die Liebe gelitten werden, wie es sonst nur der gute, alte Morrissey für sich beanspruchen darf. Nicht von ungefähr befindet sich auf „Mädchenmusik“ auch eine Wavepop-Bearbeitung des Smiths-Straßenfegers „Some Girls Are Bigger Than Others“, welche von Themen-ähnlichen Aspiranten wie Ladytron oder Bis auch nicht magnetisierender gefertigt worden wäre.

Unter diese popmusikalischen Wohlfühlstücke rühren die drei Worte und Sätze, welche die Balance zwischen atmungsaktiver Poesie und durchweg unpeinlichem, manchmal auch schwarzem, Humor immer im Auge behalten. Wenn Nadja von Brockdorff die vokalistische Leitung übernimmt, denkt man gern und oft an Barbara Morgensterns warm heraus gesungene Gefühlslagen, während Sergej Klang innerhalb seiner „Führungsarbeit“ eine eigenartig angenehme Melange aus Deutsch-Pop zwischen Diskurs-Tonfall und Andreas Dorau-Kitsch, gepaart mit der Schelmigkeit eines Momus an den Tag legt. Mit Alfred Hilsberg als „Herausgeber“, Tobias Levin als Produzenten, Knarf Rellöm, DJ Patex und Jens Friebe als Studiokomplizen fand das Brockdorff Klang Labor dann auch noch die genau richtigen Partner zur genau richtigen Zeit. Jens Friebe lieferte die kongeniale Übersetzung eines Stücks von Baxendale für ein Vokal-Duett mit Nadja von B., noch nicht ahnend, dass „Mädchenmusik“ jetzt zum Titelstück des BKL-Debüt-Albums geworden ist.

Ein Stück auf „Mädchenmusik“ hört auf den Namen „Grenzenlos war“ und wenn diese Platte eines ist, dann ist sie grenzenlos... in ihren Einflüssen... schön... wahr... majestätisch und gleichzeitig nachbarschaftlich... richtig und wichtig.

P.S.: Mit dem Plattentitel soll mitnichten jegliche Ausgrenzung der Hörerschaft vorangetrieben werden. Das wäre ja auch noch schöner, schließlich gilt auch ein Lenny Kravitz als Mädchenmusik!

Bandinfo BROCKDORFF KLANG LABOR

 

Das BKL entstand Ende der 90er als Performance-Gruppe in einer Wohngemeinschaft in der Leipziger Erika-von-Brockdorff-Straße, ( Brockdorff Klang Labor war damals Veranstalter, Ort und 12-köpfiges Performance-Projekt zugleich). Nach einigen schrägen Auftritten bei den legendären „Laboranten in Aspik“-Parties und in diversen Leipziger Clubs sowie mehreren Session-Tapes folgte im Frühjahr 2000 mit „ Brockdorff Klang Labor “ die erste selbstproduzierte CD. Während eines Studienaufenthalts der mittlerweile zum Duo geschrumpften Band quartierte sich Ekki Ekk vorübergehend im BKL-Häuschen in Manchester ein. In Nadjas rosa Wohnstube gab es erste Sessions als Trio.

Wieder in Deutschland widmete sich das Brockdorff Klang Labor ab 2003 ganz der systematischen Erforschung des Popsongs. Ekki Ekk wurde festes Mitglied am Keyboard und das Instrumentarium um einige analoge und digitale Flaggschiffe erweitert. Mit dem neugegründeten Leipziger Label-Kollektiv East German International brachte das BKL 2005 die CD „Sprich, Erinnerung, Sprich 2.0“ heraus.

Bei einem Konzert lernten die Musiker Jens Friebe und Alfred Hilsberg kennen, letzterer nahm die Band unter seine Fittiche und eine Veröffentlichung auf seinem Label ZickZack wurde geplant. Mit Plemo im Phoneraum aufgenommen und von Tobias Levin im Electric Avenue Studio in Hamburg produziert, erscheint das Album „Mädchenmusik“ im September 2007. Vorab stellte die Band zur PopUp-Messe 2007 die EP „Frohe Schritte“ vor.

Das aktuelle Line-Up besteht aus:

Sergej Klang – Cultural Studies umwehter DJ & Journalist, Texter & Beatschmied, singender Sequencer, Arrangeur & Harmonist, Gattung „Dancing with Debord on my mind!“ Nadja von Brockdorff – Coole Frontfrau, Elektro-Feministin & Mistress mit Engelsmelodien, Poetin & Gitarren-Trixerin, „Die Gerüchte stimmen!“ Ekki Labor (Ex-Ekk) – Synthi-Boy, musiktheoretisch geschulter Moog-Bassist, Hobby- & Profi-Informatiker, Chorknabe an der Front, DJ & Webmaster, „Ich schwitze nie!“.

www.brockdorff.com
www.myspace.com/brockdorff


 
 
   
 

 

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